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Spinnen – die meisten Menschen können die kleinen Kriechtiere nicht leiden und ekeln sich davor. Sobald sie eine Spinne im Haus finden, wird versucht, sie mit allen Mitteln wieder loszuwerden.

Spinnen – die meisten Menschen können die kleinen Kriechtiere nicht leiden und ekeln sich davor. Sobald sie eine Spinne im Haus finden, wird versucht, sie mit allen Mitteln wieder loszuwerden. Meistens handelt es sich dabei um kleine Spinnen, die recht einfach entfernt werden können. Was aber, wenn die Spinne größer ist und vielleicht auch noch beißt? Viele Menschen können davon mittlerweile ein Lied singen, denn die Bekanntschaft mit einer recht unangenehmen Spinne haben bereits einige Menschen in Deutschland machen müssen. Die Rede ist von der sogenannten Nosferatu-Spinne. Was es mit dieser Spinne auf sich hat, woher dieser ungewöhnliche Name kommt und wie Sie sich vor dieser Spinne schützen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist die Nosferatu-Spinne und wo kommt sie vor?

Der wissenschaftliche Name der Nosferatu-Spinne lautet Zoropsis spinimana. Sie gehört zur Art der Kräuseljagdspinnen. Sie kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist größtenteils in Südeuropa, ganz besonders Frankreich. Spanien und Italien zu finden. Da sich aber das Klima verändert, wurde sie mittlerweile auch in Deutschland eingeschleppt. Sie breitet sich in ganz Mitteleuropa aus. Hierzulande wurde sie schon im Westen und Südwesten gesichtet. Auch in Niedersachsen gibt es bereits die ersten Sichtungen.

Besonders zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart steigt die Anzahl dieser Spinnen stark an. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht auch in anderen Regionen Deutschlands zu finden sind. Auch im Ruhrgebiet, beispielsweise in Duisburg, sowie auch in Köln und Düsseldorf wurden bereits Sichtungen gemeldet. Sie lieben feuchte und warme Räume, daher sind sie häufig in Küchen, im Badezimmer und in Kellerräumen zu finden. Aber auch in Hotels, Wohnhäusern und Büros fühlen sie sich zu Hause.

Woran ist die Nosferatu-Spinne erkennbar?

Die Nosferatu-Spinne verdankt ihren doch etwas außergewöhnlichen Namen einer Färbung auf ihrem Vorderkörper. Diese Färbung erinnert ein wenig an das Vampirbild, das aus einem deutschen Horrorklassiker “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” bekannt ist. Und genau dies ist auch das charakteristische Merkmal der Nosferatu-Spinne. Zudem verfügt sie auch über einen schwarzen Fleck, der sich auf dem Hinterleib befindet. Diese Spinnen können bis zu 2 cm Körpergröße erreichen. Die Beinspannweite kann bis zu 6 cm betragen. Diese Spinne ist nicht unbedingt riesig, aber hat dennoch eine beachtliche Größe.

Von der Farbe her ist die Nosferatu-Spinne ockerfarben und die Zeichnung ist in grau und schwarz gehalten. Da sie an den Beinen spezielle Hafthaare hat, ist es der Nosferatu-Spinne auch möglich, sich auf glatten Oberflächen zu bewegen. Es gibt bei der Nosferatu-Spinne aber noch eine kleine Besonderheit: Sie baut keine Spinnennetze. Stattdessen verfolgt sie ihre Beute und erlegt diese dann mit einem tödlichen Biss. Auch wenn sie keine Netze spinnt, besitzt sie dennoch die Fähigkeit zu spinnen.

Welche Gefahren birgt eine Nosferatu-Spinne im Haus?

Für gewöhnlich ist die Nosferatu-Spinne für Menschen ungefährlich. Dennoch ist es so, dass sie beißt. Allerdings beißt sie nur, wenn sie sich bedroht fühlt. Wie andere Spinnen auch, arbeitet sie mit Gift, das genutzt wird, um ihre Beute zu betäuben. Es gibt aber einen großen Unterschied: Die meisten Spinnen in Deutschland sind nicht in der Lage, die menschliche Haut zu durchdringen. Bei der Nosferatu-Spinne ist das aber anders, sie ist dazu in der Lage.

Der Biss der Nosferatu-Spinne soll ähnlich schmerzhaft sein, wie es bei einem leichten Wespenstich der Fall ist. Es können Symptome wie Schwellungen, Rötungen und Juckreiz auftreten. Wer nicht allergisch ist, muss nichts weiter unternehmen. Die Symptome können durch das Kühlen der betroffenen Stelle gelindert werden.

Wie giftig ist die Nosferatu-Spinne?

Die Nosferatu-Spinne ist giftig, das ist eine Tatsache. Es ist aber auch eine Tatsache, dass sie für die meisten Menschen vollkommen harmlos ist. Das bedeutet, dass für gewöhnlich niemand Angst haben muss vor diesen Spinnen. Es ist aber möglich, dass ein Spinnenbiss anschwillt und rot wird. Von der Optik her ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei einem Mückenstich. Lediglich Allergiker sollten vorsichtig sein und die Stelle genau beobachten.

Wann die Nosferatu-Spinne beißt

Die Nosferatu-Spinne ist giftig, das ist eine Tatsache. Es ist aber auch eine Tatsache, dass sie für die meisten Menschen vollkommen harmlos ist. Das bedeutet, dass für gewöhnlich niemand Angst haben muss vor diesen Spinnen. Es ist aber möglich, dass ein Spinnenbiss anschwillt und rot wird. Von der Optik her ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei einem Mückenstich. Lediglich Allergiker sollten vorsichtig sein und die Stelle genau beobachten.

Wie kann man sich vor einer Nosferatu-Spinne im Haus schützen?

Fliegengitter

Der beste Schutz vor der Nosferatu-Spinne ist, sie gar nicht erst ins Haus kommen zu lassen. Daher ist es wichtig, alle möglichen Öffnungen im Haus zu verschließen. Besonders wichtig sind dabei die Fenster. Die beste Option dafür sind gute Fliegengitter. Solche Fliegengitter sind in der Lage, die kleinen Kriechtiere draußen zu halten. Allerdings müssen die Fliegengitter eine hohe Qualität haben und auch wirklich das Fenster richtig abdichten. Vor allen Dingen dann, wenn spät am Abend gelüftet wird, sollten die Fenster durch Fliegengitter geschützt sein. Der Grund dafür ist, dass die Nosferatu-Spinne größtenteils nachts angetroffen wird. Es wird davon ausgegangen, dass sie sich tagsüber versteckt. Diese Methode, die Kriechtiere abzuwehren, ist nicht nur sehr effektiv, sondern auch umweltfreundlich.

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Öffnungen abdichten

Leider ist es aber so, dass Spinnen nicht nur durch Fenster und Türen ins Haus gelangen. Auch kleine Spalten und Ritzen eignen sich als Eingang für die Tiere. Daher ist es ratsam, auch solche Spalten und Ritzen abzudichten, beispielsweise mit Silikon. Dafür ist es notwendig, Fensterrahmen, Türrahmen und Türschwellen zu überprüfen. Eventuell auftretende Öffnungen sollten mit Silikon oder einer anderen geeigneten Masse verfugt werden.

Regelmäßig reinigen

Zudem sollten beliebte Verstecke von Spinnen, beispielsweise dunkle Ecken, die Rückseite von Bildern oder Bereiche, wo sich Gegenstände befinden, die nur selten bewegt werden, kontrolliert werden. Weiterhin sollten diese Bereiche auch regelmäßig gesäubert werden.

Duftöle

Auch Duftöle können dabei helfen, die Spinnen fernzuhalten. Besonders Öle, die sehr intensiv riechen, sind dafür geeignet. Dazu zählen beispielsweise Lavendel, Zimt, Minze und Eukalyptus. Wer diese natürlichen Mittel nutzen möchte, sollte die Öle im Verhältnis 1:9 mit Wasser mischen. Diese Mischung dann anschließend in eine Sprühflasche füllen und an allen wichtigen Stellen versprühen. Zu diesen Stellen zählen neben Fensterrahmen und Türen auch dunkle Ecken in der Wohnung, Rückseiten von Bildern und auch Unterseiten von Möbeln oder Bücherregalen. Ob diese Hausmittel jedoch wirklich funktionieren, darüber sind sich Experten uneinig.

Biozidprodukte

Wer sich nicht auf natürliche Mittel verlassen möchte, kann auch spezielle Sprays gegen Spinnen und andere Insekten nutzen. Diese enthalten Biozide und schaffen eine unsichtbare Barriere an Fenstern, Türen usw. Richtig angewendet, sollen diese Mittel einige Monate lang schützen. Auch Spinnen, die bereits in Wohnung oder Haus sind, sollen dadurch vertrieben werden. Da es sich aber um Biozidprodukte handelt, müssen unbedingt die Anwendungshinweise beachtet werden.

Wie wird man eine Nosferatu-Spinne los?

Grundsätzlich ist die Nosferatu-Spinne ungefährlich. Aus diesem Grund ist es nicht unbedingt notwendig, etwas gegen sie zu unternehmen. Dennoch ist es verständlich, dass sich die Bewohner nicht wohlfühlen, wenn sie wissen, dass sich eine solche Spinne im Haus befindet. Statt jedoch mit der chemischen Keule vorzurücken, sollten Spinnen besser lebend gefangen werden. Es ist aber ratsam, dies nicht mit der bloßen Hand durchzuführen. Der Grund dafür ist, dass die Spinne beißt, sobald sie sich bedroht fühlt. Die beste Möglichkeit, die Spinne lebend zu fangen, ist, ihr ein Glas überzustülpen. Sobald sie sich im Glas befindet, wird ein Blatt Papier darunter geschoben. Dann kann das Tier draußen wieder ausgesetzt werden.

Wem das Ganze zu unsicher ist, der kann auch spezielle Fanggeräte für Insekten einsetzen. Diese können mit einigem Abstand zum Tier genutzt werden. Sobald die Spinne gefangen ist, kann sie draußen wieder ausgesetzt werden. Ein Abstand von 50 m zum Haus ist empfehlenswert. Die Nosferatu-Spinne ist nicht meldepflichtig, dennoch steht beim Naturschutzbund ein Dienst zur Verfügung, der Meldungen über die Nosferatu-Spinne entgegennimmt. Dadurch ist es möglich, die Verbreitung der Spinne nachzuvollziehen.

Die Nosferatu-Spinne – nicht hübsch, aber auch nicht gefährlich

Spinnen, die beißen – allein die Vorstellung ist nicht gerade angenehm. Dennoch ist es so, dass die Nosferatu-Spinne eher scheu ist und sich lieber zurückzieht, statt auf Angriff zu gehen. Nur wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie auch schon einmal beißen. Das bedeutet, wer eine solche Spinne bei sich zu Hause findet, sollte nicht versuchen, sie mit bloßen Händen zu fangen. Besser ist, dafür ein Glas zu nutzen und das Tier hinterher wieder in die Natur zu entlassen. Zwar müsste die Nosferatu-Spinne eigentlich gar nicht entfernt werden, aber es ist absolut verständlich, dass niemand diese Tiere unter seinem Bett oder der Couch beherbergen möchte.

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